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Thraker und Kelten beidseits der KarpatenEine Sonderausstellung im Kelten-Museum HochdorfDiese außergewöhnliche Sonderausstellung im Keltenmuseum Hochdorf war der thrakischen und keltischen Zivilisation beidseits der Karpaten im heutigen Rumänien von der mittleren Bronzezeit bis zum Ende der Eisenzeit gewidmet. |
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Dank seiner günstigen geografischen Lage befindet sich Rumänien an den wichtigsten Verkehrswegen zwischen Ost-, Mittel- und Südosteuropa. Die Bergketten der Karpaten spielen eine wichtige Rolle im Hinblick auf Klima, Gewässer, Bodenschätze sowie Tier- und Pflanzenwelt. Beidseits der Karpaten liegt die große Ebene von Theiß und Donau, das Moldawische Hochland und die Siebenbürgische Hochebene. Das Land ist außerordentlich reich an Bodenschätzen, wie Gold, Silber, Kupfer, Blei und Salz, die schon in der Vorgeschichte von Thrakern und Kelten gewonnen und verarbeitet wurden. Eines der wichtigsten Merkmale der Bronzezeit ist die Verwendung von Bronze, die auch dieser Zeit ihren Namen gegeben hat. Sind in der Frühbronzezeit die Metallgegenstände noch selten, so kommen sie in den mittleren und späten Phasen in den Siedlungen häufig vor. Dazu kommen die etwa 500 sogenannten Hortfunde, die teilweise mehr als 1.000 (Uioara) Gegenstände, Waffen, Geräte und Schmuckstücke enthalten. Außerordentlich wichtig sind die wertvollen Goldschätze von Persinari, Sacosu Mare, Hinova, Rdeni etc. Bemerkenswert sind jene Bronzefunde, die die Beziehungen zu den ägäisch-anatolischen Hochkulturen aufzeigen, vor allem die Schwerter des mykenischen Typs, die sogenannten Rapiere, die in Siebenbürgen und der Walachei gefunden wurden. Obwohl das neue Metall das Eisen schon in der Bronzezeit bekannt war, erscheinen die ersten Eisengegenstände in der sog. Urnenfelderzeit. Die Eisenverhüttung und -verarbeitung verbreitet sich schnell vom 8. Jh.v.Chr. an im ganzen Karpaten-Donau-Raum. Die älteste schriftliche Nachricht über das Gebiet des heutigen Rumänien bezieht sich auf das Jahr 657 v.Chr., dem angeblichen Gründungsdatum der griechischen Kolonie Istros am Schwarzen Meer. Wichtige Daten hat Herodot über die Thraker und Skythen geliefert. In dem großen Raum zwischen dem Balkan-Gebirge, den Karpaten und dem Dnjestr entstand im 4. 3. Jh.v.Chr. eine einheitliche thrakische Zivilisation. In der Ausstellung wurde die hervorragende Gold- und Schmiedekunst durch die Beigaben aus den Fürstengräbern von Agighiol, Poiana und Peretu (Helm, Beinschiene, Gefäße, Pferdegeschirr) eindrucksvoll bestätigt. Der Untergang der thrakischen Kultur ist zweifellos die Folge der Kelteninvasion in den Jahren 281-277 Jh.v.Chr. In diesen Jahren erfolgte in Siebenbürgen eine massive Ansiedlung der Kelten. Ihre Hinterlassenschaft ist insbesondere durch die großen Gräberfelder von Apahida, Piscolt, Fântânele, Ciumesti bekannt. Eine Sternstunde der keltischen Archäologie in Siebenbürgen war die Entdeckung des Fürstengrabes von Ciumesti/Schamagosch im Jahre 1961. Der Vogelhelm und andere Beigaben sind in der Ausstellung zu sehen Durch die Eroberungen von Burebista in der ersten Hälfte des 1. Jh.v.Chr., dem Gründer des ersten geto-dakischen Königreiches, verloren die Kelten ihre politische und wirtschaftliche Macht. Allmählich verschwanden somit auch in Siebenbürgen ihre Siedlungen und Gräberfelder. |
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