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| Donnerstag, 5. Februar 2009 | Zwischen Luxus und Alltag – Die Entwicklung der keltischen Gefäßkeramik | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Zeit der Kelten ist durch vielfältige technologische und gesellschaftliche Veränderungen geprägt. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in der keltischen Gefäßkeramik wider, deren Ästhetik und Herstellung im Verlauf der Eisenzeit einen grundlegenden Wandel durchliefen. In diesem Kontext ist es auch möglich, die soziale Dynamik zu beschreiben, der die Produkte des keltischen Töpferhandwerkes unterworfen waren. Ausgehend von der Entwicklung der keltischen Drehscheibenkeramik wird in dem Vortrag die eisenzeitliche Keramikindustrie West- und Mitteleuropas von der Produktion und Nutzung der Gefäße bis zu ihrer Ablagerung in Abfallgruben oder Verwendung als Grabbeigaben vorgestellt. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Dienstag, 17. Februar 2009 | Das Körnchen Salz - keltische Salzgewinnung aus Sole in Bad Nauheim PD Dr. Brigitte Kull, Bad Nauheim | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Dienstag, 3. März 2009 | Schwarz macht schön – Die Verarbeitung von Sapropelit im eisenzeitlichen Europa Dr. Christiana Eggl, Ludwig-Maximilians-Universität, München | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die meisterhafte Verarbeitung von Eisen, Bronze, Gold oder Glas durch die Kelten ist wohlbekannt. Demgegenüber unscheinbar nimmt sich ein Material aus, dessen Nutzung in der Eisenzeit mehrmals eine Blütephase erlebte: dunkles, bitumenhaltiges Gestein, aus dem meist Schmuck unterschiedlicher Form angefertigt wurde. Dabei erlauben gerade diese Funde durch die Einbeziehung naturwissenschaftlicher Analysen wichtige Einblicke in handwerkliche Traditionen, aber auch in Wirtschafts- und Handelsstrukturen der Hallstatt- und Latènezeit. Der Vortrag zeichnet ein Bild der eisenzeitlichen Sapropelitindustrie in Mittel- und Westeuropa, von der Gewinnung und Verarbeitung des Rohmaterials bis zur Distribution der Fertigprodukte unter besonderer Berücksichtigung der fast schon industriell organisierten Produktion des 4.-3. Jahrhunderts v. Chr. am Vorabend der spätlatènezeitlichen Oppidazivilisation. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Donnerstag, 19. März 2009 | Das Spiel mit dem Feuer – zur Bedeutung eisenzeitlichen Metallhandwerks am Beispiel der Hochdorfer Funde Dr. Diana Modaressi-Tehrani, Christian-Albrechts-Universität, Kiel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Feuer übte seit jeher Faszination auf den Menschen aus. Lebensspender und Zerstörer zugleich, stand die Menschheit diesem Phänomen immer ambivalent gegenüber. Mit der Entdeckung, dass sich Materie durch Feuer verändern und verbessern lässt, wurde dieser Beziehung eine weitere Ebene hinzugefügt. Lange Zeit nach der Entdeckung des Rohstoffs Metall, kommt es im 1. Jahrtausend v. Chr., am Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit, zu einem allmählichen Umschwung: Die Bronze wird in eine reine Verwendung als Schmuck- und Ziermetall gedrängt, während gleichzeitig die Produktion intensiviert und die angewandten Techniken variantenreicher werden. Das Eisen tritt in dieser Zeit seinen Weg zum meistgenutzten Metall der Erde an. Seit der Entdeckung von Metallen haben ihre Gewinnung und Bearbeitung zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen geführt. Die großen Fragen in der metallurgischen Eisenzeitforschung betreffen vor allem die Bedeutung von Metallen bei der Bildung einer sozialen Oberschicht sowie Organisationsform und Ausprägung des Metallhandwerks (Spezialisierung, Technologieniveau, Produktionsvolumen). Darüber hinaus ist ebenfalls die Stellung des Handwerkers in der Gesellschaft von besonderem Interesse. Diese Fragen werden am Beispiel der Befunde und Funde aus Eberdingen-Hochdorf erörtert. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Dienstag, 7. April2009 | Prähistorisches Gold: Technologie, Ästhetik und Funktion Dr. Barbara Armbruster, Maison de la Recherche, Universität Toulouse | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Gold ist ein faszinierendes Material, das seit Beginn der Metallurgie in Westeuropa im 3. vorchristlichen Jahrtausend für Schmuck und Gerät Verwendung fand. Geschätzt wurde es wegen seiner Sonnenfarbe, seinem Glanz, seiner Werkstoffeigenschaften und seiner Resistenz gegen äußere Einflüsse. Wegen seiner besonderen Eigenschaften wird das Edelmetall oft mit Ewigkeit, Fruchtbarkeit, Magie und Macht in Verbindung gebracht. Der Vortrag behandelt Fragen der Gestaltung und Herstellungstechniken bronze- und eisenzeitlicher Goldschmiede. Anhand von Schmuck, Gefäßen, Kultgegenständen und verzierten Waffen aus dem west- und nordeuropäischen Raum wird ein Bild der Entwicklung der Goldschmiedekunst von den Anfängen bis in keltische Zeit entworfen. Dabei wird auch die soziale Funktion von Goldartefakten als Prestige- oder Kultobjekte berücksichtigt. Die Studie basiert auf einem interdisziplinären Forschungsansatz, der Informationen aus Archäologie, Ethnologie, experimenteller Archäologie, Archäometrie und Ikonographie verknüpft. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Donnerstag, 23. April 2009 | Die Textilien aus Hochdorf Dr. Johanna Banck-Burgess, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, Esslingen |
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Die Einzigartigartig der Textilien aus Hochdorf ist bekannt. In keinem anderen Grab aus der prähistorischen Vorzeit in Europa konnte bisher ein derartiger Bestand an verschiedenen Stoffen und Polsterelementen dokumentiert werden. Die verwendeten Materialien, Farbstoffe und Herstellungstechniken offenbaren einen Stand des Textilhandwerks, bei dem anfangs vorschnell auf die Hochkulturen südlich der Alpen verwiesen wurde. Mit der Vorlage der Textilien in Band IV der wissenschaftlichen Publikationsreihe der Funde aus Hochdorf im Jahr 1999 war erst ein kleiner Schritt getan, den textilen Schatz zu erfassen, den diese Grabkammer enthielt. Das Verständnis für die organischen Funde wuchs bei der Bearbeiterin mit den Jahren, die sie sich mit der Textilarchäologie am Landesamt für Denkmalpflege beschäftigte. Bezüglich Hochdorf jedoch nur, um zu erkennen, wie rudimentär die Funde bisher erfasst sind und in welchem Umfang sich Fragstellungen anschließen, die exemplarisch für die kulturhistorische Bedeutung von Textilien stehen können. An diesem Abend stehen die Stoffe aus Hochdorf im Mittelpunkt. Gleichzeitig wird auch ein Einblick in den Fachbereich Textilarchäologie gegeben. |
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Veranstaltungsort: Gemeindehalle
Hochdorf/Enz, Rieter Straße Veranstaltungsbeginn: jeweils 19.30 Uhr, Eintritt: 4 EUR, ermäßigt 3 EUR
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4.5.2009 - Für Fragen
oder Anregungen bitte eMail an das Museum
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