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»One Ring to rule them all One Ring to find
them One Ring to bring them all and in the darkness bind
them« J.R.R.Tolkin, Lord of the
Rings
Vieles wird über die
Torques, die Halsringe der Kelten gesagt. Hier die Aussagen
des Ausgräbers des Grabes von Hochdorf: |
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Der goldene Halsring |
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Eine Besonderheit des Hochdorfer Grabes ist, dass man sehr
gut unterscheiden kann, welche Gegenstände schon länger im
täglichen Leben des Toten benutzt und welche eigens für die
Ausstattung, Aufbahrung und Präsentation der Leiche hergestellt wurden.
Zur ersten Kategorie möchten wir einen der hervorragendsten Funde
des Grabes rechnen - den Ring aus Goldblech, den der
Tote um den Hals trug. Der Ring ist aus einem Stück Goldblech mit einer
Stärke von 0,5 mm getrieben und wiegt 144 Gramm. Er hat einen
Außendurchmesser von 25,3 cm und gehört damit zu den
größten Ringen, die wir kennen. Der Innendurchmesser um 20,5 cm war
groß genug, dass der Kelte seinen Ring über den Kopf ziehen
konnte.
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Der Halsring ist aus einem breiten Mittelwulst aufgebaut, der
von zwei schmaleren begleitet wird; diese Wülste sind in sich durch
herausgetriebene Rippen und von innen nach außen gearbeitete
Punzreihen verziert. Die nach außen weisenden
Seitenpartien zeigen eine Reihe hintereinandergestellter
Reiter, die natürlich nur in ihren Umrissen dargestellt sind.
Dazwischen sind einfache geometrische Muster aus Parallelstrichen oder
S-förmige Punzen angebracht.
Der geschlossene Ring ist wohl mit einem Messer grob
angeschnitten und dann durchgerissen worden, wobei ein etwa 5 cm langes und 1,3
cm breites Stück ausriß, das sich nicht im Grab fand. |
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Diese Beobachtung kann man verschieden deuten. Es wäre
möglich, dass man den Ring als Standes- und Machtsymbol des Fürsten
bei seinem Tod zerschnitten hat, um damit auch das Abbrechen seiner Macht zu
zeigen. Mit dem abgerissenen Stück könnte man diese Macht an seinen
Nachfolger weitergegeben haben. Einleuchtender scheint jedoch eine andere
Erklärung zu sein, dass man der totenstarren Leiche den Ring vom Hals
geschnitten hat, um den Körper des Verstorbenen bis zur Bestattung zu
konservieren, oder aber den Ring aufgeschnitten hat, um ihn dem
geschmückten Leichnam um den Hals legen zu können. Die
Flüchtigkeit der Behandlung einzelner Grabbeigaben, vor allem derer aus
Gold, zeigt deutlich, dass die »Leichenbesorger« entweder keinen
allzu großen Respekt vor dem Toten hatten oder aber aus einer gewissen
Scheu ihre Arbeit möglichst schnell verrichten wollten. Aus
dem Kreis der Fürstengräber kennen wir bisher rund 20 Goldhalsringe.
Diese verhältnismäßig große Zahl zeigt, dass es sich wohl
um Standesabzeichen der damaligen Oberschicht gehandelt
hat. |
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14.2.2008 - Für Anregungen oder Fragen
bitte eMail an:
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