Keltenmuseum Hochdorf/Enz

Ein Jahrhundertfund und sein Museum

 


Neue Lichtgestaltung
der Grabkammer des Keltenfürsten von Hochdorf

Das Keltenmuseum ist ein Erlebnisraum der Werte! Der Besucher erfährt vom hohen Anspruch
der Meisterhandwerker keltischer Zeit, er begegnet den Rekonstruktionen, die mit den gleichen
Ambitionen gefertigt sind. Aufgabe und Verpflichtung des Museums war und ist es, diese Werte
erfahrbar zu machen.
Gerade in den letzten Jahren beobachten wir, wie neue Lichttechniken genutzt werden und völlig
neue visuelle Zugänge zu längst bekannt Geglaubten eröffnen. So entstand der Plan, die rekonstruierte Grabkammer des Fürsten durch den Einsatz eines modernen Lichtkonzepts in neuer Weise zu
erschließen. Modernste Technik sollte dabei mit professioneller Gestaltung einhergehen. 

Der Förderverein Keltenmuseum Hochdorf e.V. ermöglichte es „seinem“ Museum, einen großen
Schritt zu tun und gewährte großzügigste Unterstützung bei dem Vorhaben, die spektakuläre Grabausstattung mit einer ebenso spektakulären Licht-Inszenierung auszustatten. Gemeinde und Museumsleitung danken dem Verein für die Finanzierung dieses außerordentlichen Projekts! Ihm
ist es zu verdanken, wenn die Besucher von nun an diesen großen Moment der keltischen
Geschichte in noch größerer Intensität miterleben können.

Bürgermeister Peter Schäfer  i Gemeinde Eberdingen
Dr. Simone Stork  l  Keltenmuseum Hochdorf/Enz


Licht als Erzähler
Eine szenische Lichtinstallation für die Grabkammer des Keltenfürsten
  


Licht ist ein Erzähler, ein Erzähler ohne Worte, aber voller suggestiver Kraft. Der Einsatz von
Licht, speziell einer szenischen und bewegten Arbeit, bringt den Besuchern den einzigartigen
Fund des Fürstengrabes nahe. Die Wechsel der Stimmungen und des Raumes vermittelt eine
Versetzung in verschiedene Zuständlichkeiten und Zeitvorstellungen, Gedanken und Räume.
Das Licht spricht mit Begriffen wie öffnen, entfernen, entlarven, vermuten.
Das Grab wird entdeckt und erfahren über Licht. Es fokussiert im Ablauf der Szenen einzelne
Bereiche und zieht den Betrachter in die Darstellung hinein. Es sind Möglichkeitsräume, in
denen Vorstellung und Ausdruck geschaffen sind für eine Situation und ein Ereignis, das sich
unserer Vorstellung entzieht und nicht mehr existent ist. Das Grab wird dadurch sinnlich und
menschlich erfassbarer. Ein ständiges Erscheinen und Vergehen...Wie der Raum und die
Objekte wirken, befördert unsere Assoziationen und Imagination.
Licht „beleuchtet“ hier nicht nur, sondern füllt uns und den Raum mit Information. 
Die Dramaturgie des Lichts schafft dem Betrachter die Möglichkeit, sich sehr sinnlich
dieser einmaligen Entdeckung anzunähern.

Joachim Fleischer

Joachim Fleischer ist seit 1990 freischaffend tätig.
Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit ist das Medium und Thema Licht.

Arbeiten über Licht sind:
Lichtobjekte / Lichtinstallationen / Kunst am Bau Projekte / Inszenierungen mit Licht.

Ausstellungen im In-und Ausland z.B. Kunsthaus Graz / Museum Tinguely / Kunsthalle Mannheim / Art Basel

Arbeiten im öffentlichen Raum z.B.
“Licht giessen“ Wehrsteg Isar / Stadt München
„Münsterscanning“ Ulmer Münster - Stadt Ulm

seit 1992 Lehraufträge und Professurvertretung an verschiedenen Hochschulen.
2016 künstlerischer Leiter Kunstlichtfestival „Aufstiege“ der Kulturregion Stuttgart

Szenische Lichtinstallation für das Keltengrab:
Idee, Planung und Programm: Joachim Fleischer

Technische Umsetzung: Fa. Visiocollect, Schwäbisch Gmünd